Berufliche Oberschule Traunstein

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Suchtproblematik einmal anders


„mindzone” - sauberdrauf!“ an der FOS/BOS Traunstein

Muss die Beschäftigung mit der Suchtproblematik immer von oben herab, belehrend und todernst sein?Keineswegs. Sie kann auch spielerisch und unterhaltsam und doch sehr ernsthaft sein. Das konnten alle erfahren, die den Suchtpräventionstag an der Beruflichen Oberschule Traunstein erlebten. Er fand am Donnerstag, 22. 11. im Lichthof mitten in der Schule statt. Dort bauten die ehemalige Schülerin Frau Katharina Stelzer von der Fachambulanz für Suchtkranke der Caritas mit ihren Mitarbeiterinnen ihren Stand auf. Sonst sind sie mit ihrem Projekt „mindzone - sauberdrauf!“ in der Festival- und Partyszene unterwegs. Seit Jahren machen sie aber auch einen Tag an der FOS/BOS Traunstein Station, wo ihr Vorhaben immer noch größeren Zuspruch findet.  

So konnten sich die angehenden Abiturien­ten in den Pausen ganz zwanglos über alle Fragen der Sucht infor­mieren. Mehrere sehr begehrte Quiz zu verschiedenen legalen und illegalen Drogen, die nicht selten mit ihren entlarvenden und provozieren­den Fragen Heiterkeit auslösten, räumten mit vie­len ver­harmlosenden Volksweisheiten auf. Mit speziel­len Rausch-Brillen konnte jeder in einem Geschicklich­keitsspiel selbst die Erfahrung sammeln, wie ge­fährlich eingeschränkt die Wahrnehmungsfähigkeit unter Drogeneinfluss ist. Wenn das dann auch oft recht komisch aussah und einiges Gelächter hervorrief, ver­ließen doch viele nachdenklich diesen Par­cours. Angeregt durch solche amüsanten Aktionen blieben dann doch immer wieder Schülerinnen und Schüler, soweit es der Unterricht erlaubte, länger an den Ständen, wo sie in den Caritas-Mitarbeiterinnen kompetente Ge­sprächspartner fanden, die auf drängen­de Fragen eingehen oder auf Hilfsangebote ver­weisen konnten. Für weiter ge­hende persönliche Proble­matiken steht auch Lehrer Herr Andreas Nikol, der als Suchtpräventionsbeauftragter der Schule diese Veranstaltung or­ganisiert hatte, als Ansprechpartner über den Tag hinaus zur Verfügung.

 Ansonsten konnten sich die Schüle­rinnen und Schüler auch selbstständig mit dem sehr ju­gendgemäßen Informationsmaterial zum Mit­nehmen beschäftigen, das kurz und bündig das Wesent­liche zu Fragen der Sucht auf den Punkt bringt. Der rege Andrang an den Ständen zeigte, wie gut das Angebot ankam.