FOS-BOS Traunstein

Startseite

PDF-Ausgabe Drucken

Besichtigung des BMW Group-Werks in Dingolfing


Am 13. März 2017 besuchten wir, die Klassen 11F-W1 und 11F-W2, im Rahmen der Fachpraktischen Ausbildung (FpA), das BMW-Fertigungswerk in Dingolfing. Die Führung begann mit der Präsentation allgemeiner Daten: Im Jahr 2015 erzielte die Firma einen Absatz von 2,25 Millionen Fahrzeugen, den sie im Folgejahr auf 2,4 Millionen steigern konnte. BMW besitzt insgesamt  31 Produktionsstandorte in 14 verschiedenen Ländern, davon befindet sich das größte Werk in Spartanburg/USA. Als unser Guide auf das im Bau befindliche Werk in San Luis Potosí in Mexiko einging, schmunzelten einige Mitschüler. Warum? Wegen des neuen US Präsidenten Trump! Dieser will Strafzölle in Höhe von 35% verlangen, was die Möglichkeiten des Autoexportes in die USA erheblich erschweren wird. Es wird interessant zu verfolgen, wie Konzerne in Zukunft mit diesen Bedingungen umgehen werden. Wir wurden gefragt, ob wir wüssten, was das allen bekannte Logo von BMW eigentlich darstelle. Obwohl die meisten Asiaten BMW mit den Schlagwörtern ,,Beer, Money and Wife“ übersetzen, stellt das Logo in Wirklichkeit die Bayernfahne und das Rotorblatt eines Flugzeugs dar und weist damit auf die ursprüngliche Firmenintension hin, der Herstellung von Flugzeugmotoren. 

Im Laufe der Führung wurde deutlich, wie wichtig der Firma BMW ihre Angestellten sind. Das fängt schon auf dem Arbeitsweg an. Mit einem Pendelbussystem, welches sich in Deutschland über 43.000 km erstreckt, werden die Arbeiter von zu Hause bis in die richtige Fertigungshalle gebracht. Die längste Entfernung beträgt dabei 127,5 km bei einer Fahrzeit von 83 min. Für die Frühschicht bedeutet es, oft schon um 2.00 Uhr aufzustehen - umso wichtiger ist ein funktionierender Bringservice für einen sicheren, komfortablen Arbeitsweg und damit die Mitarbeiterzufriedenheit. Die Arbeitsplätze bei BMW sind ergonomisch gestaltet. Durch Echtholzböden für entspanntes Stehen und Gehen sowie der Anpassung der Autos an die jeweils passende Arbeitshöhe für den Mitarbeiter wird eine gesundheitsschonende Fertigung ermöglicht.  BMW ist wegen seiner Sorgfalt den Mitarbeitern gegenüber auch interessant für Berufseinsteiger. In 12 verschiedenen Berufen fangen jedes Jahr ca. 260 Auszubildende im Werk Dingolfing an.

Auf dem Firmengelände fuhren wir mit dem Bus zum ersten Entstehungsprozess – dem Presswerk. Beim Betreten fielen vor allem die zwei großen Presswerkanlagen auf. Dort werden in drei Schichtsystemen 1.600 verschiedene Teile pro Tag gepresst. Mit teilweise 10 Tonnen Druck werden Platinen in sechs Stationen in die gewünschte Form gebracht.

Auf dem Weg zum Karosseriebau erhaschten wir einen Blick  auf die 16.000 fertiggestellten Autos, die auf einem Zwischenparkplatz auf ihre Auslieferung durch Eisenbahn und LKWs warten.

Beim Karosseriebau konnten wir Schüler  die Strukturen der Metalle Aluminium, Stahl und Carbon vergleichen. Die unterschiedlichen Materialien sorgen dafür, dass das Auto umweltfreundlich und leicht, aber auch sicher ist. Insgesamt werden für ein Auto 600 Teile mit 8.000 Schweißpunkten verbunden. Die Vorgänge werden zu 99% von Maschinen übernommen. Der Mensch ist dabei für die Überwachung und Programmierung der Maschinen im Wert von je 20.000€ nicht wegzudenken.  

Anschließend durften wir den Bereich der Montage besichtigen. Dort konnten sich die Schüler anhand von Beschreibungszetteln an jedem Fahrzeug über die unterschiedliche Ausstattung der BMWs informieren. In der Innenmontage dient den Mitarbeitern ein grüner Transponder der Orientierung. Auf ihm sind alle individuellen Wünsche der baldigen Besitzer gespeichert. Kein Wagen gleicht dem anderen. Bei der sogenannten „Hochzeit“ werden Karosserie und Motor endgültig verschraubt. Wenn das Auto komplett fertig ist, wird es eingefahren. Dabei werden Elektronik und wichtige sicherheitsrelevante Komponenten wie beispielsweise die Bremsen geprüft. Dadurch wird garantiert, dass der Kunde ein einwandfreies Auto bekommt.

Im letzten Teil der Führung, durch die Lackierstraße, wurde uns Schülern das Verfahren der Lackierung in zwei kurzen Filmen gezeigt. Der Lack besteht aus fünf Schichten, die zehnmal so dick sind, wie ein menschliches Haar. Dieser Lack ist nicht nur für das Aussehen des Fahrzeugs wichtig. Er schützt das Auto außerdem vor Rost und anderen Umwelteinflüssen. In der Lackierstraße ist alles penibel sauber. Die Autos werden sogar mit Straußenfedern geputzt, da auf gar keinen Fall ein Haar auf dem frischen Lack landen darf. Insgesamt kann der Kunde zwischen 20 Grundfarben und 300 Sonderfarben wählen.

Als Erinnerung an unseren interessanten und kurzweiligen Ausflug beendeten wir die Führung mit einem Klassenfoto vor dem BMW-Gebäude.

Katharina Badenheim, Ruth Novivo und Miriam Stöttner

Kontakt

Wasserburger Straße 48
83278 Traunstein
Telefon: 0861 - 209279 0
Fax: 0861 - 209279 499
E-Mail: info@fos-bos-ts.bayern.de
Mo-Do von 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr
Fr von 7:30 Uhr bis 13:30 Uhr

Suche

Aktuelle Termine

 
Fr, 27.10.2017 14:00 Link
Tag der Ausbildung
Fr, 02.03.2018 17:00 Link
Volleyballturnier "Late Night" Fr. Mies
Fr, 23.03.2018 06:30 Link
Osterferien 2018
mehr >

Links

 

mehr >

Impressum / Datenschutzerklärung
 
Inhalt verwalten Inhalt verwalten